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Landesgartenschau Bad Essen 2010

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„Ein Bad im Blütenmeer“

Die vierte Niedersächsische Landesgartenschau:
Bad Essen und Schloss Ippenburg im Osnabrücker Land


Ministerpräsident Christian Wulff eröffnete am 23. April 2010 die vierte Niedersächsische Landesgartenschau auf dem historischen Bad Essener Kirchplatz. Tausende von Besuchern genossen ein herrliches Frühlingswochenende im neuen Solepark mit SoleArena, auf der Himmelsterrasse der Kirchen, an der Waldbühne und im Forum Natur. Sie wandelten auf Schloss Ippenburg in frühlingsbunten, kreativen Heckengärten und stöberten an den Ständen eines der Gartenfestivals.

Der enge Zeitrahmen – ein knappes Jahr - für die Vorbereitung war nur deswegen einzuhalten und auch zu verantworten, weil Bad Essen über die attraktive Waldkulisse des Wiehengebirges verfügt und es im Ippenburger Schlosspark bereits einen attraktiven Park mit Tausenden von Stauden gab, in den sich die neuen Gärten fast wie von selbst einfügten. Fuß- und Radwege sowie ein regelmäßiger Shuttleverkehr im Zehnminutentakt von 9 bis 21 Uhr verbanden Bad Essen mit den Ortsteilen Harpenfeld, Lockhausen und Schloss Ippenburg.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Bad Essen mit seiner Solequelle immer mehr zu einem Gesundheitsstandort. Der Ortskern mit dem historischen Kirchplatz mit seinen 100jährigen Linden und dem zauberhaften Fachwerkambiente aus dem 17. Jahrhundert ist – neben den Schlössern – sicher einer der Bausteine in der touristischen Vermarktung. Die Landesgartenschau setzte einen zeitgenössischen Kontrapunkt: Die neue, nicht nur architektonisch attraktive SoleArena im Kur- und Solepark. Die Landesgartenschau hat die Gemeinde Bad Essen in die Lage versetzt, im zentralen Kurpark dringend notwendige Investitionen zu tätigen.



400.000 Besucherinnen und Besucher wurden anfangs erwartet, 513.000 sind gekommen - und waren begeistert! Trotz eines sehr harten Winters in der Vorbereitungsphase, weiteren schwierigen Witterungsverhältnissen während der Gartenschau und trotz eines schmalen Budgets (6,8 Mio. € Durchführungshaushalt und 3,2 Mio. € Investitionsvolumen) konnten die Tore der Landesgartenschau nach einem Pre-Opening offiziell am 23. April 2011 geöffnet werden. Mit mehr als 100 Gärten- und Ausstellungsbeiträgen, 12 Blumenhallenschauen und 13 Gartenfestivals war es die „Gartenschau der Gärten“. Eine von der IHK Osnabrück Emsland unabhängig durchgeführte Gästebefragung zeigt eine sehr positive Besucherbeurteilung auf - im Schnitt wurde die Schulnote 1,8 gegeben. Laut Befragung gaben die Tagesgäste im Durchschnitt 34 Euro aus, Übernachtungsgäste 168 Euro (jeweils ohne Eintritt). Die Landesgartenschau war in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung nicht nur für Bad Essen, sondern für die gesamte Region: finanziell, wirtschaftlich und marketing-strategisch.



Wichtig für den Erfolg der Landesgartenschau war das breite Bürgerengagement. In zwölf Bürgerforen wurden die Bürgerinnen und Bürger vor, während und auch nach der Gartenschau über den aktuellen Stand informiert und konnten ihre Ideen und Wünsche einbringen. Die „Kundigen Bürger“ standen allen Bad Essener Gästen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Nach ihrer Schließung am 17. Oktober 2010 stand fest: Durch die „Marke“ Landesgartenschau haben zahlreiche Gäste die Gemeinde Bad Essen kennen gelernt und viele von ihnen wollen wiederkommen. Durch das sehr gute Ergebnis der Gartenschau konnte in den Folgejahren die Pflege des Sole- und Kurparks finanziert werden, sodass die Erwartungen der Besucher an die hohe Qualität des Parks auch weiterhin erfüllt werden können.

In der SoleArena, die für den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2010 nominiert worden ist, wird auch weiterhin das Thema Sole vielseitig erlebbar sein. Himmelsterrasse, KUBIKUS (Forum Natur) und der Serpentinengarten bleiben ebenfalls erhalten. Schloss Ippenburg wird auch zukünftig seine Gartenfestivals feiern. Nach dem Abbruch des ehemaligen Hallenbades, Schauplatz der Blumenhallenschauen während der Landesgartenschau, wurde die entstandene freie Fläche neu gestaltet und optisch dem Sole- und Kurpark angepasst.



Nach dieser „Erfolgsgeschichte Landesgartenschau“ wird die ehemalige Landesgartenschau GmbH als „Sole- und Kurpark Bad Essen GmbH“ weitergeführt. Ihr obliegt insbesondere die Bewirtschaftung des gesamten Kurparks in Bad Essen.



Ippenburg
Schloss Ippenburg
Solepark
Sole- und Kurpark Bad Essen













Blüti
Maskottchen "Blütenbert"