Informieren, diskutieren und gestalten: Bürgerveranstaltungen

Veröffentlicht am: 15.06.2022
Bürgerdialoge Mobilität Landkreis Osnabrück© Landkreis Osnabrück
Informieren, diskutieren, gestalten: Bürgerveranstaltungen zum Thema Mobilität sind im Landkreis Osnabrück gestartet.

Der Auftakt fand am 10. Juni mit Landrätin Anna Kebschull in Melle statt.

Osnabrück. Welcher Radweg sollte ausgebaut werden? Wo fehlt eine Busverbindung? Wie sieht es in der Gemeinde mit E-Ladesäulen aus? Niemand kennt die Verkehrssituation vor Ort besser als die Bürgerinnen und Bürger. Daher lädt der Landkreis im Juni zu fünf Veranstaltungen zum Thema „Mobilität der Zukunft“ im gesamten Kreisgebiet ein. Den Auftakt machte Melle am 10. Juni um 17 Uhr im Forum Melle, mit dabei war auch Landrätin Anna Kebschull. Für Getränke und Snacks wurde gesorgt.

Der Landkreis Osnabrück ist – im wahrsten Sinne – in bewegte Monate gestartet. Mit Moin. Mobilität nachgefragt läuft die bisher größte Bürgerbeteiligung im Osnabrücker Land zur Frage, wie die Menschen jetzt und in Zukunft von A nach B kommen wollen. Nach einer großen Befragung folgt jetzt der nächste Schritt: Bei Dialog-Veranstaltungen können die Menschen ihre Erfahrungen einbringen. „Die Bürgerinnen und Bürger sind es, die gut und auf unkomplizierte Weise im Landkreis unterwegs sein wollen, ob zur Arbeit, zur Schule, zum Sport oder zum Arzt. Und sie wissen, was es dafür in der Region, in ihrer Gemeinde braucht. Daher ist dieser Schritt so wichtig“ resümiert Projektleiter Julian Isken.

Wie laufen die Veranstaltungen ab? Zunächst werden exklusiv die Ergebnisse der Bürgerbefragung sowie einer im Frühling abgeschlossenen Analyse der aktuellen Verkehrsströme in der Region präsentiert. Dann geht es im Workshop-Format weiter – hier werden die Ideen der Teilnehmenden gesammelt und diskutiert.

„Ein besseres Verkehrsangebot ermöglicht mehr Teilhabe, mehr Lebensqualität für Alle. Dieses gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten, ist das Ziel“, fasst Landrätin Anna Kebschull den Kerngedanken des Projektes zusammen. „Ich danke allen Bürgern, die sich die Zeit nehmen, dabei für unsere Region mitzuarbeiten“.

Die Anmeldung erfolgt über die Projekthomepage unter www.landkreis-osnabrueck.de/mobilitaet oder telefonisch unter 0511-2200 7968. Für Getränke und Snacks ist bei den Veranstaltungen gesorgt.

Weitere Termine sind:

  • 16.6. Fürstenau, Gaststätte Reinermann, 17 Uhr
  • 20.6. Bersenbrück, Gasthof Hilker, 17 Uhr
  • 24.6. Ostercappeln-Venne, Steakhaus Venne, 16 Uhr
  • 27.6. Georgsmarienhütte, Katholische LandvolkHochschule Oesede, 17 Uhr

Bürger und Bürgerinnen können außerdem online unter www.landkreis-osnabrueck.de/mobilitaet an einer Befragung teilnehmen und ihre Ideen einreichen. 

BU: Julian Isken und Sophie Rotter (Mobilitäts-Team Landkreis Osnabrück) wollen wissen, welche Erwartungen die Menschen in der Region an das Angebot aus Bus, Bahn, Radwegen & Co haben. Foto: Landkreis Osnabrück.

Hintergrund

Wie geht es weiter? Die Ergebnisse der Bürgerbefragung, Analysen und Mobilitäts-Dialoge werden zusammengeführt und im Herbst präsentiert. Sie bilden die Grundlage für das im Jahr 2023 geplante kreisweite Mobilitätskonzept. Parallel wird an verschiedenen Projekten gearbeitet. So wurde beispielsweise mit der Erarbeitung eines Radhauptroutennetzes begonnen oder ein Bus-Schiene-Tarif auf den Weg gebracht – der ab Sommer 2023 greift.

2019 erteilte der Kreistag der Verwaltung den Auftrag, ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Verkehrskonzept zu erarbeiten. Verschiedene Mobilitätsformen sollen dabei gemeinsam betrachtet werden: Der Linienverkehr in Bus und Bahn, die Nutzung des eigenen PKWs, Bedarfsangebote wie Anrufbusse und Mitfahrmöglichkeiten, das Radfahren, der Fußverkehr – und die Verbindungen zwischen diesen Angeboten. So sollen verbesserte Angebote und eine optimierte Abstimmung der verschiedenen Verkehrsformen erreichen werden. Den Bürgerinnen und Bürgern soll so ein Anreiz geboten werden vom MIV (motorisierter Individualverkehr) auf andere Verkehrsträger umzusteigen -  vollständig oder für bestimmte Fahrten. Wichtiger Teil des Konzeptes wird auch die Entwicklung von Finanzierungskonzepten sein.