Nahwärmenetz am Schulzentrum Bad Essen - Zuwendungsbescheid überreicht
Vorbildprojekt für die Region: Förderzusage für regeneratives Nahwärmenetz am Schulzentrum Bad Essen überreicht
Mit der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Projekt „Treibhausgasneutrales Schulzentrum Eielstädt“ erreicht worden. Geladene Gäste, darunter der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Weser-Ems Herr Nikolaus Jansen, die Landrätin Frau Anna Kebschull, Bürgermeister Timo Natemeyer, Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Ingenieurbüros, Mitglieder des Gemeinderates, Mitarbeitende der Zukunftsregion Stadt Land Zukunft OS sowie Beteiligte aus der Gemeindeverwaltung nahmen an der Veranstaltung am 08.01.2026 im Ratssaal Bad Essen teil.
Eröffnet wurde der Übergabetermin durch ein Grußwort des Bürgermeisters. Er stellte die Bedeutung des Projektes für die Gemeinde Bad Essen heraus und ordnete es in die langfristige Strategie einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung ein. „Mit dem Wärmefeld am Sportplatz werde ein innovativer Ansatz verfolgt, der über die Gemeinde hinaus Vorbildcharakter habe“ sagte Timo Natemeyer.
Im Anschluss präsentierte Lutz Dunkhorst aus dem Fachdienst 1 das Projekt im Detail. Vorgestellt wurde ein regeneratives, sogenanntes „kaltes“ Nahwärmenetz mit einem zentralen Erdwärmefeld unter dem Sportplatz. Über Flächenkollektoren und eine modulare Wärmepumpenkaskade sollen künftig mehrere öffentliche Gebäude, darunter das neue Schulzentrum, effizient und klimafreundlich mit Wärme versorgt werden. Das Projekt verbindet dabei zwei unabhängige Vorhaben – den Neubau einer Grundschule und die Sanierung des Sportplatzes – zu einem gemeinsamen, zukunftsweisenden Energiekonzept. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,12 Millionen Euro wobei 40% durch die Zukunftsregion über die NBank gefördert werden. Die zu erwartende CO₂-Einsparung beträgt etwa 32 Tonnen pro Jahr.
Die Landrätin betonte in ihrem Beitrag die große Bedeutung des Projektes für die Region. Mit sehr motivierenden Worten hob sie hervor, dass hier Klimaschutz, Innovation und kommunale Zusammenarbeit beispielhaft zusammengeführt würden. Solche Projekte seien entscheidend, um die Energiewende vor Ort konkret umzusetzen und gleichzeitig Bildungs- und Sportinfrastruktur nachhaltig zu stärken.
Abschließend erläuterte der Landesbeauftragte die Hintergründe des Fördermanagements und ging insbesondere auf die Abläufe und Anforderungen der europäischen Förderung ein. Er unterstrich den besonderen Vorbild- und Pilotcharakter des Projektes, das als Demonstrations-, Lern- und Austauschort für regenerative Energielösungen in der Zukunftsregion dienen soll. Mit der offiziellen Übergabe des Zuwendungsbescheids an den Bürgermeister wurde das Projekt schließlich formell auf den Weg gebracht.
Mit dem Projekt setzt die Gemeinde Bad Essen ein klares Zeichen für eine fossilfreie, zukunftsorientierte Wärmeversorgung und verbindet Klimaschutz, kommunale Infrastrukturentwicklung und Innovation in beispielhafter Weise. Das regenerative Nahwärmenetz am neuen Schulzentrum zeigt, wie durch vorausschauende Planung, intelligente Flächennutzung und die Bündelung mehrerer Vorhaben nachhaltige Lösungen mit langfristiger Wirkung entstehen können. Als Modell- und Demonstrationsprojekt innerhalb der Zukunftsregion StadtLandZukunft OS entfaltet das Vorhaben Strahlkraft über die Gemeindegrenzen hinaus und lädt andere Kommunen dazu ein, ähnliche Wege hin zu einer treibhausgasneutralen Energieversorgung zu gehen.
Gruppenbild v.l.n.r.: Lutz Dunkhorst, Angelika Kleine-König, Nikolaus Jansen, Torsten Bühning, Klaus Haasis, Hendrik Kettler, Timo Natemeyer, Lars Rußwinkel, Annette Menzel, Carsten Meyer, Anna Kebschull, Katrin Gosmann, Matthias Borchert, Hans-Georg Kok





